Bevor Elpidio Valdés ein vertrautes Gesicht des kubanischen Zeichentricks wurde, erschien er 1970 in der Zeitschrift Pionero. Juan Padrón brachte ihn 1974 in animierte Kurzfilme, darunter Una aventura de Elpidio Valdés und Elpidio Valdés contra el tren militar. Sein erster abendfüllender Film kam 1979.
Elpidio ist Oberst im Ejército Libertador und kämpft im 19. Jahrhundert gegen die spanische Kolonialherrschaft. Er führt eine Kavallerieeinheit, zieht durch Kubas Landschaft und braucht Pferde, Waffen und Munition. Schauplatz sind die Unabhängigkeitskriege, mit einer anderen Armee und einem anderen Konflikt als bei der Revolution von 1959.
Sein Pferd Palmiche ist eine eigenständige Figur. Padróns Comics zeigen Elpidios Versuche, es für den Krieg auszubilden, und ein weiteres Abenteuer über das Schlafwandeln des Tieres. Auch María Silvia kämpft mit: Sie ist Hauptmann, keine daheim wartende Heldin, die gerettet werden muss.
Auf der anderen Seite steht General Resóplez, ein pompöser spanischer Offizier. In Elpidio Valdés y la traición de Resóplez lässt Elpidio drei Gefangene frei und gerät danach in einen Hinterhalt. Einer der freigelassenen spanischen Soldaten warnt ihn. Selbst in diesem gezeichneten Krieg erklärt die Uniform nicht alles über ihren Träger.
Die Abenteuer greifen auch reale Geografie auf. In Elpidio Valdés fuerza la trocha überquert er die Verteidigungslinie Júcaro–Morón mit Munition für eingeschlossene Kämpfer. Ein militärisches Hindernis wird zur Verfolgung, Reise und animierten Geschichte. Mit Palmiche, María Silvia und Resóplez gab Padrón dieser Geschichte eine ganze Besetzung, nicht bloß einen Helden mit einer großen Machete.
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